Das Spiel

Malen ist ausdrucksstark, wenn es spielerisch kann entstehen
es ist für Groß und Klein, denn es geht nicht um´s Bestehen
wenn der Kopf frei wird, kann dieses Erleben entstehen
wenn es endet, reife Früchte bleiben bestehen.
Sandra Hunsche


Beim Malspiel ist die spielerische Freude am Malen wesentlich. Mit echtem Spiel ist gemeint, dass ich keine Arbeit leiste (keine Leistung), deshalb erstelle ich beim Malspiel kein Kunstwerk. Spiel entsteht spontan, wenn der Rahmen frei von konkurrierenden Aktivitäten und emotionalen Verletzungen ist und ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Wärme vermittelt wird. Spiel kennt keinen Zeitdruck, ist aber zeitlich begrenzt. Spiel ist frei von Wertung durch und Nutzen für andere und es ist nicht real. Es ist Selbstausdruck, reparierend, erfüllend und spendet Trost. Die Früchte des Spiels sind unter anderem Neugier, Kreativitität, Intuition, Selbstbewußtsein und Reife.
André Stern schreibt zu diesem Thema: "Wenn es beim Spiel nicht unterbrochen wird, behält das Kind die wertfreie Überzeugung, dass es zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort selbst richtig ist".
Im folgenden Malort Film gehe ich näher darauf ein.

Echtes Spiel - Kreativität - Malspiel


Verschiedene Persönlichkeiten haben auch intuitiv die Essenz vom Spiel erfasst und folgende Gedanken geprägt. Hier ein Sammelwerk davon geschmückt mit Malspiel-Bildern.

"Im Spiel und nur im Spiel kann ein Mensch, ob Kind oder Erwachsener, kreativ sein und sein ganzes Potential nutzen."
D.W. Winnicott
  "Das Spiel ist für das Kind die direkte Art, sich mit dem Alltag, mit sich und mit der Welt zu verbinden. Für Kinder ist das freie Spiel ein Bedürfnis. Eine Veranlagung, ein Hang, oft ein Drang. Es ist für das Kind eine tiefe Erfüllung". André Stern
"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt".
Friedrich Schiller, 1795
  "In dieser einzigartigen Umgebung (Malort) kann sich - fernab von Bewertung, Zensur und anerzogenen Mustern" - die natürliche Spur entfalten.
Arno Stern
"Irgendwann gesellt sich zum Spiel die Nützlichkeit. Es ist noch ganz Spiel, und schon ein Übergang zum Begriff "Arbeit"".
André Stern
  "Versunken in ihrem Spiel, ohne es zu merken, wachsen Kinder über Grenzen hinaus, die sie niemals überwinden würden, wenn man es ihnen befähle".
André Stern
"Indem ich etwas tue, was nicht von der Welt benutzt werden kann, komme ich in Berührung mit mir selbst, mit meinem wahren inneren Kern".
Arno Stern
  "Die vier Hauptzustände der Kindheit: Vertrauen, Begeisterung, Offentheit und Aufmerksamkeit". André Stern
"Spielen ist ausdrucksstark und dient der Erforschung". Deborah MacNamara   "Was ist Spielen? Das Spiel ist der Geburtsort der Persönlichkeit. Das Spielen ermöglicht Kindern, sich selbst auszudrücken, auch wenn ihnen Worte und Verständnis noch fehlen".
Deborah MacNamara
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: Wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinen Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Nietzsche
  "Wir kommen nicht mit einem genetisch programmierten Gehirn auf die Welt, unser Gehirn wird auch nicht wie ein Muskel durch Training größer, sondern es entwickelt sich dort, wo wir es mit Begeisterung nutzen". André Stern
"Man kann gar nicht genug von der Bedeutung des Spiels sprechen. Es ist der Atem des Lernens".
Pat Montgomery
  "Mit einem Kind zu spielen, ist für ihn eine wichtige Beschäftigung".
Arno Stern
"Kinder spielen, sobald sie die Möglichkeit dazu ergreifen können".
Arno Stern
  "Ein Kind macht keinen Unterschied zwischen Leben, Lernen und Spielen."
Arno Stern
"Halte die Kinder nicht durch Zwang am Lernen, sondern durch Spiel"
Plato
  "Das Erfülltsein ist entscheidend für das Leben, nicht für verbesserte Noten im Unterricht. Und weil sich die Räume für das Malspiel vermehren, wo Kinder ihre Spielfähigkeit wiederfinden, werden viele gegenwärtige Verhaltensprobleme verschwinden."
Arno Stern
"Wir haben die Gewohnheit die reale Welt der Phantasiewelt gegenüberzustellen. Jedoch wenn unsere wahre Natur zum Ausdruck kommt - die von Geburt an Spiel, Begeisterung und Kreativität ist - unterscheiden sie sich nicht mehr. Unsere Gesundheit scheint davon abzuhängen, wie oft wir aufhören, die Verbindung zwischen der Realität und der Phantasie zu unterbrechen." André Stern   "Wir arbeiten, wenn Mangel die treibende Kraft der Aktivität ist, und spielen, wenn Fülle die Triebfeder ist".
Schiller
"Im Spiel weist ein Kind eine unglaubliche Konzentration, eine Ernsthaftigkeit, eine unvergleichliche Tiefe, eine unerschütterliche Beständigkeit, eine unbegrenzte Freiheit, eine strahlende Kreaitivität aus und wächst über sich selbst hinaus." André Stern   "Halte die Kinder nicht durch Zwang am Lernen sondern durch Spiel". Plato
"Wir sollten dringend mit Wettbewerb aufhören, denn schon ein Schulkind tritt in einen schrecklichen Wettbewerb mit den anderen und glaubt, dass nur wenn er der Beste ist, etwas auf ihm wird. Aufgrund dieser Unsicherheit sind viele davon regelrecht besessen, viel Geld zu verdienen oder mit Gewalt über andere zu bestimmen, die sie übertreffen möchten. Heutzutage sind Eltern sehr stolz, wenn ihre Kinder die Maus am Computer bedienen oder perfekt rechnen können. Super. Aber zuviele Kinder lernen das Abstrakte schnell ohne sich selbst vorher entdeckt zu haben. So entwickeln sie keinen Bezug zu ihrer Berufung. Im jungen Alter erfahren wir die Realität mit unseren Sinnen und nicht mit unserem abstrakten Vermögen. Sich selbst zu erfahren bedeutet zunächst, den Körper zu entdecken und seine Wahrnehmungen zu registrieren, sich zu ernähren, sich zu betrachten, und so einen Zugang zu eigenen Gefühlen und Wünschen zu bekommen. Wie schade, dass jedoch nur der Intellekt zählt und nicht handwerkliche Tätigkeiten. Unsere HÄnde sind wunderbare Werkzeuge, die dazu fähig sind, ein Haus zu bauen, eine Sonate zu spielen und Zärtlichkeit zu geben. Schenken wir doch unseren Kindern diesen Frühling, wo man eine Kostprobe von der Welt bekommt, wo man in Verbindung mit seiner Seele kommt, um nach und nach festzustellen, was die eigene Bestimmung ist. Schenken wir ihnen die Erfahrung der Natur, der Bodenbearbeitung und der Jahreszeiten. Die menschliche Intelligenz hat keine bessere Schule als die universale Intelligenz, die ihr vorangeht und sich in Pflanzen, in der Vielfalt, der Komplexität und den Fortbestand des Lebendigen manifestiert". Pierre Rabhi