Familie in Entwicklung


Vorträge und Kurse

Im Malort biete ich einen Infovortrag und einen Elternkurs an.
Thema: Kinder und ihre Entwicklung zu verstehen.

Zielgruppe: Kindergärten, Schulen, Familien und alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.

Infoabend & Kurs

Infoabend:
nächster Termin 22.06.2020 von 19.30 - 21 Uhr

Voranmeldung: info@malort-ulm.de oder 07304 434834

Kurs:
5 x 2,5 Stunden, 190 €, Vorauskasse
Der Kurs findet diesmal Online ab 4 Teilnehmer statt.
Anmeldung: info@malort-ulm.de oder 07304 434834
Termine erfragen.


Neue Impulse für den Alltag

Kinder großziehen ist kein neues Thema: Noch nie wussten Eltern so viel über Kindererziehung wie heute, noch nie war das Engagement so groß, noch nie gab es so viele Elternratgeber. Und trotzdem…noch nie war Erziehung so schwierig.
Wenn man aber anfängt Kinder „zu lesen“, eröffnet sich ein ganz neues Bild, das uns bewegt, anders zu denken und zu handeln.
Aus der Perspektive der Bindung passen die Puzzlestücke zusammen.
Beim Infoabend und beim Kurs bekommen Sie Impulse über Bindung, wie sie aufgebaut und bewahrt wird.

Familie in Entwicklung: Der Infoabend

Dieser Abend gibt uns die Möglichkeit, uns kennenzulernen.
Wie alt sind die Kinder, was beschäftigt Sie im Alltag mit Kindern, was war Ihr bisheriger Lösungsansatz, was hat er bewirkt?
All diese Informationen möchte ich in meinen Kursen möglichst einbauen, deshalb sammle ich im Vortrag Ihre bisherigen Erfahrungen und offenen Punkte.
Ich präsentiere Ihnen die Kursinhalte und den Aufbau und Sie bekommen erste Antworten auf brennende Fragen.
Für den Kurs schöpfe ich aus meinem Studium in Entwicklungspsychologie, aus meiner Erfahrung als Mutter und als Leiterin des Malateliers
„Dein Malort“ in Blaustein.

Zielgruppe: (werdende) Eltern, Großeltern, Erzieher/Innen, Tagesmütter, Pflegepersonal, Kindergärtner/Innen, Pädagogen, Lehrer, Babysitter, Pflegeeltern…
alle, die mit Kindern/Jugendlichen zu tun haben.

Familie in Entwicklung: Der Elternkurs

Wir wünschen uns, dass Kinder schnell selbständig werden, dass sie Aufgaben übernehmen, soziale Kompetenzen entwickeln und erfolgreich sind. Aber inwieweit sind diese Erwartungen mit der altersgemäßen Entwicklung eines Kindes und mit der Familiensituation zu vereinbaren? Unter welchen Bedingungen entwickelt ein Kind sein volles Potential? Wie wäre es, wenn wir unseren Fokus auf die Bindung legen anstatt auf das Fehlverhalten?

Meine Kurse sollen Ihnen helfen, Kinder praxisnah zu verstehen und das Thema Bindung zu stärken. Natürliche Intuition und das Wissen über Gesetzmäßigkeiten werfen ein völlig neues Licht auf Themen wie Disziplin, Strafen und Auszeiten. Sie entwickeln ein tiefes Verständnis von Fremdeln, Schüchternheit, Ängste, Dominanz, Konkurrenz, Frustration, Aggression, Depression, Unruhe, Widerstand, Spiel, Trauer, ADHS, Schreibabies, und Hochsensibilität.

Binaurale Beats als Werkzeug unterstützen kraftvoll die Entwicklung einer neuen Einsicht und deren tiefen Verankerung im Alltag.

Rückmeldung von einer Kursteilnehmerin:

„Was gibt es Besseres für den, der mit Kindern lebt, als die Gelegenheit sich über Kinder zu verständigen?
Ich bin Mutter von drei kleinen Kindern und konnte vom Kurs sehr viel Hilfreiches mitnehmen.
Es ist die einfache Idee, dass Bindung unser aller Leben bestimmt. Diese Idee liefert keine Patentrezepte. Doch man lernt Verständnis für seine Kinder zu haben. Sie meinen es nie böse, wenn sie uns zur Weißglut treiben. Sie machen nie etwas absichtlich oder weil wir sie verwöhnt hätten. Sie können einfach nicht anders. Sie sind unreif. Und das sind sie, weil sie eben Kinder sind. Wir müssen nicht an ihnen herumerziehen oder von Experten betreuen lassen. Wir müssen einfach für sie da sein und ihnen auch stets das Gefühl geben: Ich bin immer für dich da. Dann entwickelt sich alles von selbst.“
S. Sonnenbrodt

Kontakt und Anmeldung

Kursleiterin: Sandra Hunsche
Dein Malort
Hofstr. 6
89134 Blaustein
Telefon: 07304 434834
Anmeldung: info@malort-ulm

Kursgebühren sind zahlbar im voraus per Überweisung

Flyer "Familie in Entwicklung"


Hier ist mein Flyer erhältlich
"Familie in Entwicklung - Infoabend und Kurs" [674 KB]

Sandra Hunsche

Fragen/Antwort

Wie kann man seine Kinder dazu erziehen soweit es geht unabhängig zu werden?

Es geht um eine Entwicklung. Am Ende ist das Kind selbstständig.
Viele Eltern erwarten jedoch den Zustand "Selbstständigkeit" bereits auf dem Weg. Die Entwicklung des Kindes startet sozusagen als "Raupe" und endet als "Schmetterling". Dazwischen liegt einiges an Zeit.
Wichtig zu begreifen ist, dass man als Eltern während dieser Zeit nichts unternehmen kann, um den Zustand "Schmetterling" (hier sinnbildlich für ein selbstständiges Kind) zu beschleunigen. So wie es keinen Sinn macht an einer Pflanze zu zupfen, damit sie schneller wächst.
Eltern können lediglich gute Rahmenbedingungen für Entwicklung schaffen.
Diesen Zustand mach uns Eltern zu schaffen.

Eine Studie hat sich genau mit diesem Thema befasst:

eine Gruppe A von Eltern wurde aufgefordert, ihre Kinder nicht mehr zu helfen, sobald sie etwas selbstständig konnten (laufen, essen…). Hier herrschte das Motto "Übung macht den Meister", deshalb sollte Eltern die Übung fordern.
eine Gruppe B von Eltern wurde aufgefordert, die Kinder immer wieder einzuladen, sich auf sie zu verlassen, wenn sie müde sind, sich tragen zu lassen, wenn sie etwas nicht hinkriegen, sich helfen zu lassen. Die Eltern sollten lernen, ihre Kinder zu lesen und ganz ohne Aufforderung bei Bedarf ihre Hilfe anbieten und zwar immer wieder und auf großzügiger Art und Weise.
Nach vielen Jahren wurden die Kinder beider Gruppen verglichen, um festzustellen, wer selbstständiger geworden war. Und siehe da:
es waren die Kinder der Gruppe B!

Kinder werden selbstständig, wenn sie sich auf uns verlassen können und sich von uns gut versorgt fühlen, physisch und emotional. Sie sollten sich in unserer Nähe geborgen fühlen und den Eindruck haben, dass wir alles im Griff haben. Dann können sie es sich leisten, sich von uns abhängig zu machen und in die Entspannung zu kommen. Genau das wird gebraucht aber es ist nicht selbstverständlich, denn es fühlt sich eher verletzlich an, sich abhängig zu machen.

Sind genau diese Rahmenbedingungen vorhanden, entspannt sich das emotionales System des Kindes und dies hat zur Folge, dass es sich spielerisch für Sachen interessiert, neugierig ist, viel ausprobiert, kreative Lösungswege findet und gern erforscht.

Hier ein Vergleich, um die Situation greifbarer zu machen:

Du fährst als Kind lange Zeit Laufrad. Hier geht es nur darum, Lenken zu lernen, die Koordination zu üben, ein Gefühl für Geschwindigkeit zu entwickeln. Wenn das alles nach und nach verinnerlicht ist, kann es sein, dass Du unbewusst die Füsse in der Mitte abstellst und somit auch das Gleichgewicht beim Fahren halten kannst. Beim Umstieg auf ein Fahrrad wirst Du kaum noch Schwierigkeiten haben und die Gefahr die Verletzungen wird somit auf ein Minimum reduziert.

Dies soll verdeutlichen, dass ein Kind erstmal die Freiheit von Konsequenzen und Pflichten braucht, sprich spielerisch herangehen muss, bevor es in der Lage ist, aufgrund seiner Reife (Raupe zum Schmetterling) selbstständig zu sein. Es geht also nicht darum zu üben (wie bei Gruppe A vermutet wurde) sondern es geht um eine Entwicklung.
Und wir Eltern schaffen nur die Rahmenbedingungen.